Archiv für April, 2014

Handwerkerleistungen steuerlich absetzen

Geschrieben von Norbert Paulus am in Terrassenüberdachung FAQ´s, Wintergarten FAQ´s

So zahlt Ihnen der Staat Terrasse und Wintergarten

Norbert Paulus

In diesem Blog möchten wir Ihnen Informationen zur Verfügung stellen, wie Sie die Kosten für Ihre Terrasse und/oder Wintergarten absetzen können.

 

Das Bundesfinanzministerium stellte jetzt klar:
Neubaumaßnahmen sind steuerlich begünstigt. Wann Privathaushalte Wintergarten, Dachgaube und Balkon auch auf Kosten des Finanzamts erstellen dürfen.

Es ist nichts Neues: Das deutsche Steuerrecht gehört zu den kompliziertesten der Welt. Der Grund: Neben Verordnungen, Gesetzen und Urteilen müssen sich Steuerpflichtige, Finanzbeamte, Richter und Steuerberater auch noch durch Erlasse der Finanzverwaltung kämpfen. Ein Ende der Regelungswut ist nicht in Sicht.

Beispiel: haushaltsnahe Dienst- und Handwerkerleistungen. Seit Einführung des Steuerabzugs im Jahr 2006 hat das Bundesfinanzministerium bereits das sechste umfassende Schreiben zur Klarstellung (BMF, Az. IV C 4 – S 2296b/07/0003:004) auf den Weg gebracht. Das aktuelle Papier umfasst 37 Seiten, das erste Schreiben im Jahr 2007 kam noch mit zwölf Seiten aus. FOCUS-MONEY gibt einen Überblick, von welchen Regeln Steuerzahler jetzt profitieren.

Neu ist: Mit dem aktuellen Schreiben hat die Finanzverwaltung für Eigenheimbesitzer und Mieter steuergünstige Urteile akzeptiert und eine erfreuliche Wende eingeläutet. Wer einen Handwerker beauftragt, um seine Wohnung oder seinen Garten in Schuss zu bringen, kann die Arbeitskosten bis zu 6000 Euro in der Steuererklärung absetzen. Der Fiskus gewährt einen Direktabzug von 20 Prozent der Rechnungsbeträge, maximal 1200 Euro. Egal, ob neuer Fassadenanstrich, Malerarbeiten im Haus, ein neuer Bodenbelag, ein verschönertes Bad oder Pflasterarbeiten auf dem Hof, selbst die Aufwendungen für die Gartengestaltung sind absetzbar. Bislang gewährte der Fiskus die Ermäßigung nur, wenn es sich dabei um regelmäßige Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen handelt – nicht bei einmaligen Herstellungskosten.

Erweiterter Neubau: Laut Schreiben sind nun auch Herstellungskosten begünstigt. Damit sind Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen abziehbar – und dies nicht nur in der Wohnung, sondern auch auf dem Grundstück.

Experten empfehlen als Grundfläche eines Wintergartens mindestens 15 bis 25 Quadratmeter.

„Begünstigt sind Arbeiten, um etwas Neues erstmalig zu errichten wie etwa das Anbringen einer Sonnenmarkise, die Anlage eines Gartens, Pflanzen einer Hecke, Setzen eines Zaunes, der Bau einer Grundstücksmauer, Erneuerung des Badezimmers, Einbau eines Kachelofens oder Kamins sowie Wärmedämmmaßnahmen“, erklärt Peter Kauth, Steuerexperte vom Internet-Portal Steuerrat24.de. Zu einer Neubaumaßnahme gehören laut BMF also alle Arbeiten im Zusammenhang mit der Errichtung eines Haushalts bis zu dessen Fertigstellung. „Damit sind auch der Dach- oder Kellerausbau, die Vergrößerung einer Terrasse, eine neue Garage oder der Anbau eines Wintergartens sowie Einbau einer Dachgaube in einem vorhandenen Haushalt ebenfalls begünstigt“, so Kauth. Die neue Definition der „Neubaumaßnahme“ gilt sogar in allen noch offenen Steuerfällen rückwirkend bis 2006.
Hat der Steuerpflichtige die Immobilie allerdings noch nicht bezogen, sind Neubaumaßnahmen weiter ausgeschlossen.

Tipp: Maßnahmen erst nach Bezug angehen.
Um den Steuervorteil in Anspruch nehmen zu können, müssen Steuerpflichtige auf Nachfrage des Finanzamts die Rechnungen sowie die Überweisungsbelege vorlegen können. Der Fiskus erkennt dann die separat ausgewiesenen Arbeits- und Fahrtkosten des Handwerkers an – nicht aber die Aufwendungen für das Material.

Quelle: FOCUS-MONEY-Redakteurin Martina Simon

Isolierglas – Keine Angst vor flüchtigem Gas!

Geschrieben von Norbert Paulus am in Fenster FAQ´s

Norbert Paulus

In diesem Blog-Beitrag informieren Sie über  die Gasfüllung in Ihrem Isolierglas. Wie lange sorgt die Gasfüllung für eine verbesserte Wärmedämmung?

Die Gasfüllung des Scheibenzwischenraumes einer Isolierglas Scheibe sorgt für eine verbesserte Wärmedämmung, aber wie lange?

Wie dicht ist der Scheibenzwischenraum? Vor kurzem hatten wir ein interessantes Gespräch mit einem Schreiner und Architekten. Er wollte von uns eine Auskunft zur Lebensdauer von Isolierglas und zur Gasdichtigkeit von ISO-Einheiten.
Konkret wollte er wissen, wie lange es dauert, bis das Argon-Gas, mit dem man den Scheibenzwischenraum (SZR) zur besseren Wärmedämmung füllt, aus dem SZR wieder entweicht. Seine Frage: Verpuffen die Edelgase nach 3,6, 10 und 15 Jahren aus dem Scheibenzwischenraum. Und welche Auswirkungen hat das auf den U-Wert der ISO-Einheit?
Die gute Nachricht: So schnell entleert sich der SZR beim Isolierglas nicht: Bei einem korrekt gefertigten Isolierglas ändert sich der Ug-Wert in den ersten 20 bis 25 Jahren nur minimal. Sprich, er wird lediglich nur um etwa 0,1W/m²K schlechter. Dieser Zeitraum wir allgemein als Lebensdauer von einem Isolierglas angenommen. Ist die Gasverlustrate höher, hat der Hersteller etwas falsch gemacht oder die Scheibe wurde beschädigt.
Warum verliert aber ein Isolierglas überhaupt Gas?
Der Randverbund der ISO-Einheit lässt sich mit den aktuellen Fertigungsmethoden nicht hermetisch abschließen. Dadurch diffundiert das Füllgas aus dem SZR aus. Die erlaubte Gasverlustrate beträgt 1% pro Jahr (nach DIN EN 1279-3 Abschnitt 4.1). Das bedeutet:

a) Wenn ein 2-fach-Isolierglas (4-16-4, Emissivität 3% und mit 90% Argon Gasfüllgrad) einen Ug-Wert =1,1W/m²K besitzt verliert es in 25 Jahren ca. 25% Gas.
Das Ergebnis: der Gasfüllgrad sinkt auf 65%, der Ug liegt dann bei 1,2 W/m²K.

b) Wenn ein 3-fach-Isolierglas (4-12-4-12-4, Emissivität 3%, Beschichtungen auf Position 2+5 und 90% Argon Gasfüllgrad) einen von Ug =0,7 W/m²K besitzt verliert es ebenfalls in 25 Jahren 25% Gas.
Das Ergebnis: der Gasfüllgrad sinkt auf 65%, der Ug liegt dann bei 0,8W/m²K.

Demnach kann man also guten Gewissens behaupten, dass ein modernes Isolierglas im Laufe seines 20 bis 25 Jahre langen „Lebens“ lediglich 0,1 W/m²K schlechter wird.

Matthias Rehberger, Chefredakteur der GLASWELT

Kunststoff-Fenster Ideal 5000

2-fach Isolierglas

 

 

 

 

 

Kunststoff-Fenster Ideal 8000

3-fach Isolierglas