Alte Fenster – auf was Sie achten müssen

Geschrieben von Norbert Paulus am in Fenster FAQ´s

Norbert Paulus

Mit diesem Blog möchten wir Ihnen wertvolle Tipps geben, auf was Sie bei alten Fenstern achten müssen, um teure Folgekosten zu vermeiden.

1. Dichter Rahmen

Achten Sie auf Dichtigkeit zwischen Flügel und Stock. Der größte Wärmeverlust entsteht durch undichte Fugen.

2. Dichtung zwischen Flügel und Rahmen

Überprüfen Sie, ob die eingebaute Gummidichtung intakt ist. Mittels einem Blatt Papier, das Sie zwischen Flügel und Stock halten und das Fenster schließen. Lässt sich das Blatt herausziehen, hat die Gummidichtung keine Funktion mehr.

3. Verzug

Prüfen Sie mit einer Wasserwaage o.ä., ob die Fensterflügel oder der Stock verzogen sind. Stellen Sie einen Verzug von 3mm oder mehr fest, ist dies nicht mehr ohne weiteres dicht zu bekommen. Durch den Einbau von dickeren Gummidichtungen, erhöht sich der Kraftaufwand beim Öffnen und Schließen erheblich und die Beschläge werden in kürzester Zeit verschlissen.

4. Verriegelung

Wie viele Verriegelungspunkte hat Ihr Fenster? Wird Ihr Fenster nur oben und unten je einmal verriegelt, ist dies zu wenig. Dichte Fenster sollten mindestens alle 60cm umlaufend eine Verriegelung besitzen. Ein Nachrüsten ist nicht möglich.

5. Beschläge

Sind Ihre Beschläge stark verschlissen, oder defekt, kann eine ordentliche Dichtigkeit nicht erwartet werden, zudem haben es Einbrecher sehr leicht, in das Haus/Wohnung einzubrechen.

6. Glas

Ein schlechtes Glas ist für den größten Wärmeverlust verantwortlich. Einfachverglasungen (vor 1980) haben einen Ug-Wert von ca.5,8  W/m²K, Doppelverglasungen (ab 1980 bis 1995) haben einen Ug- Wert von ca. 3,0 W/m²K, 2-fach Wärmedämmverglasungen (ab 1995) haben einen Ug-Wert von ca. 1,1 W/m²K und 3-fach Wärmedämmverglasungen haben einen Ug-Wert von 0,4 – 0,7 W/m²K. Überprüfen Sie, welches Glas bei Ihren Fenstern verbaut wurde. Mit einem guten Wärmeschutzglas sparen Sie die meiste Heizenergie ein und somit auch bares Geld.

7. Silikon/Glasabdichtung

Kontrollieren Sie die Silikonfugen an den Fensterscheiben. Sind diese nicht mehr dicht und tritt dadurch Regenwasser und Feuchtigkeit ein, können die Holzfensterrahmen schnell verschimmeln und faulen. Sehr oft tritt zusätzlich auch Zugluft ein.

8. Dämmung zwischen Rahmen und Mauer

Bei Fenstern vor Baujahr 1980 wurde der Fensterstock zum Mauerwerk hin sehr schlecht gedämmt. Als Dämmstoff wurde meist nur Zeitungspapier oder gesundheitsgefährdende Glaswolle verwendet. Oft wurden die Fenster ohne Dämmung eingebaut. Durch diese schlechte oder nicht vorhandene Dämmung entweicht teure Heizenergie und Schimmelbildung an der Mauerlaibung ist meist vorprogrammiert. Eine nachträgliche Dämmung ist nicht möglich und auch ein Versuch nicht fachgerecht.

9. Entwässerung

Überprüfen Sie Ihre Fenster auf intakte Entwässerungen. Sind diese verstopft bzw. erst gar nicht vorhanden (Baujahr vor 1980), gelangt Regenwasser und Feuchtigkeit in die Holzkonstruktion und diese beginnt zu verfaulen.

10. Lüften

Achten Sie auf ein ausreichendes Lüften. Bei schlechten Fenstern fängt eine hohe Luftfeuchtigkeit aufgrund schlechter Isolierung an den Scheiben zu kondensieren an. Das dann vorhandene Wasser verursacht Schäden am Holzrahmen und am Mauerwerk.

11. Schimmel

Sollten Sie an den Fenstern oder an den Wänden eine gesundheitsgefährdende  Schimmelbildung entdecken, so wäre es ratsam sofort einen Fachmann zu Rate zu ziehen um die Ursachen zu klären und eine dauerhafte Beseitigung zu erwirken.

12. Wenn Ihre Fenster

ein oder mehrere dieser Kriterien erfüllen, kann ein Einstellung und Wartung der Beschläge und Dichtungen Abhilfe schaffen. Sollten aber mehr als 5 Punkte auf Ihre Fenster zutreffen, ist es sinnvoll über einen Fensteraustausch nachzudenken.

Gründe für Ihren Fensteraustausch:

•    Kalte Zugluft und Kältestrahlung in der Fensternähe
•    Teure Heizkosten verpuffen durch Wärmeverluste am Fenster
•    Lästige und teure Renovierungsanstriche
•    Verkauf und Vermietung werden zum Problem
•    Schlechter Schallschutz
•    Schlechter Einbruchschutz
•    Reparatur ist unrentabel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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