Autor Archiv

KfW – Förderung

Geschrieben von Norbert Paulus am in Fenster FAQ´s, Haustür FAQ´s, Informationen, Neuigkeiten

Norbert Paulus

In meinem heutigen Blog biete ich Ihnen wichtige Informationen für mehr Sicherheit für Ihr Zuhause. Ich stelle Ihnen das ideale Förderprogramm der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) vor, mit dem Sie beim Kauf einer neuen, einbruchshemmenden Haus- bzw. Wohnungseinganstüre bares Geld sparen.

KfW-Förderung
Mehr Sicherheit für Ihr Zuhause!

Schubladen durchwühlt, der Familienschmuck, der neue Flachbildfernseher, die Stereoanlage und auch die gute Digitalkamera – alles weg!
Und dabei war man nur kurz aus dem Haus.
Alle 3 Minuten rückt die Polizei in Deutschland zu einem Einbruch aus. 149.500 Fälle im vergangenen Jahr sind der neue Spitzenwert in der Kriminalstatistik. Jetzt zieht die Bundesregierung die Notbremse und will den dreisten Dieben das Leben möglichst schwer machen. Mit Zuschüssen von insgesamt 30 Millionen Euro fördert Berlin bis 2017 die Nachrüstung einbruchshemmender Haustüren, Fenster, Rollläden, Gitter und Alarmanlagen. Wer jetzt in solche Haustüren, Wohnungstüren, Fenster etc. investiert, zeigt den Einbrechern nicht nur die rote Karte, sondern kann sich auch über einen Zuschuss von 10 %  von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) freuen.

Sie wollen eine KfW – Förderung beantragen? – Alles auf einen Blick

⇒ Wer kann die KfW-Förderung beantragen?
Mieter und Eigentümer

⇒ Was wird gefördert?
Einbruchshemmende Haus- und Wohnungseingangstüren in 1- und
2-Familienhäusern sowie Eigentumswohnungen

⇒ Umfang der KfW-Förderung?
10 % KfW – Förderung bei Investitionen von mindestens 2.000,00 Euro
und maximal 15.000,00 Euro je Wohnung/Haus (Gilt für Material- und Lohnkosten)

⇒ Ablauf?
Antrag vor Maßnahmenstart bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit
Kostenvoranschlag des Fachhandwerkers

 

 

 

 

 

 

Das Förderprogramm “Einbruchschutz” lässt sich kombinieren mit dem Programm “Altersgerecht Umbauen” sowie die verschiedenen “Energieeffizienz-Programme” für neue RC2 Fenster.

Aktuell bieten wir Ihnen unsere Qualitäts-Musterhaustüren zum Sonderpreis an!

Hier geht´s zu den Musterhaustüren

Einbruchdiebstähle – Drastischer Anstieg

Geschrieben von Norbert Paulus am in Fenster FAQ´s, Neuigkeiten

Norbert Paulus

Einbruchdiebstähle nehmen vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und dem Saarland drastisch zu. Ich möchten Ihnen in diesem Blog einen Artikel näher bringen, der sich mit diesem brisaten Thema beschäftigt und Ihnen die alamierenden zahlen aufzeigt.

Am 06. Mai hat der Innenminister Lothar de Maizière die Polizeiliche Kriminalstatistik vorgestellt. Die traurigen Fakten: Einbruchsdiebstähle nehmen um fast 2 Prozent erneut zu – besonders gravierend sind die prozentualen Zuwächse in Baden-Württemberg, dem Saarland und Bayern.
Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière und der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz, haben gemeinsam die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2014 vorgestellt.
Besonderes Augenmerk lenkten die beiden Politiker dabei auf den erneuten Anstieg der Wohnungseinbruchsdiebstähle (+1,8% auf 152.123 Fälle). Gleichzeitig ist die Aufklärungsquote mit durchschnittlich 15,9% gering. Insgesamt hat die Polizei 24.125 Einbrüche aufgeklärt und dabei 17.051 Tatverdächtige ermittelt. Bei der Wohnungseinbruchskriminalität sind großstädtische Regionen, insb. die Stadtstaaten, aber auch Regionen entlang der Autobahnen besonders betroffen.
Hierzu der IMK-Vorsitzende Lewentz: “Wir wissen, dass wir es fast immer mit überregional agierenden Banden zu tun haben, die wir auch überregional bekämpfen müssen. Erfreulich sei, dass 41,4% der Einbrüche im Versuchsstadium stecken geblieben sind. Offenkundig haben die Menschen unsere Appelle ernst genommen und in den technischen Einbruchsschutz investiert.”
Bereits 2013 war die Anzahl um etwa 4 Prozent gestiegen. “Die Zahlen sind alarmierend. Zeigen sie doch, dass die Menschen immer noch die Gefahren von Einbrüchen unterschätzen”, so Dr. Helmut Rieche, Vorsitzender der Initiative für aktiven Einbruchschutz “Nicht bei mir!”, zu den aktuellen Zahlen.
Die Unterschiede der aktuellen Einbruchzahlen sind in den einzelnen Bundesländern erheblich. Während Wohnungseinbrüche in Thüringen um 17 % abnahmen, wurde in Baden-Württemberg und im Saarland ein Anstieg von jeweils fast 20 % und in Bayern von rund 28 % registriert. Die Stadtstaaten verzeichneten ebenfalls Zuwächse bei Einbrüchen. Zusätzlich schlagen Einbrecher wieder am helllichten Tag zu: 2014 wurde tagsüber 63.282 Mal in Wohnungen eingebrochen. Dies macht weit mehr als ein Drittel aller Wohnungseinbrüche aus. Die aktuelle Einbruchbilanz des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für 2014 belegt einen weiteren Anstieg der Schadensumme durch Einbrüche auf rund 490 Mio. Euro.

Quelle: Glaswelt-Newsletter 5B-2015

Sie möchten Ihre Familie und Ihr Eigentum effizient schützen?
Vereinbaren Sie noch heute einen persönlichen Beratungstermin mit uns.
In unserer ca. 300qm großen Ausstellung in Sachsenkam besprechen wir in ruhiger und entspannter Atmosphäre Ihre Bedürfnisse und Wünsche.

BAUHERREN – PLANUNGSTAGE

Geschrieben von Norbert Paulus am in Veranstaltungen

Norbert Paulus

Unsere Bauherren – Planungstage waren gut besucht. Vielen Dank auf diesem Weg allen fleißigen Kuchenbäckerinnen und natürlich unseren Besuchern für´s Spenden und eine großartige Veranstaltung!
Es kam ein Betrag von € 300,00 zusammen – der dem Kindergarten Sachsenkam zu Gute kommt.

Spende für den Sachsenkamer Kindergarten

PAULUS, Fenster-Wintergarten spendet Erlös aus Bauherren-Planungstage
Seit gut 20 Jahren verkauft  die Firma PAULUS Fenster, Türen und Wintergärten an seine  Kundschaft – getreu dem Motto “weil’s der Fachmann besser kann”.
Die am 25./26. April stattgefundenen Bauherren-Planungstage der Firma Paulus in Sachsenkam waren ein voller Erfolg, von dem auch die Kinder aus dem Kindergarten Sachsenkam profitierten.
Die Mütter der Kindergartenkinder hatten im Vorfeld fleißig Kuchen gebacken. So konnten die Besucher der Bauherren-Planungstage ein informatives und buntes Fachprogramm genießen und nebenbei für einen guten Zweck spenden.
Der Geschäftsinhaber Norbert Paulus überreichte den Scheck über 300,00 Euro an die Kindergarten-Leiterin Kathrin Pfatrisch.

 

Das war geboten:

  • Fachvorträge von Experten
  • Haustüren der Extraklasse von Kompotherm
  • Terrassenüberdachung und Glashaus von Solarlux
  • Formschöner Holz-Alu Wintergarten von Steinbach
  • Energiesparfenster in Holz, Holz-Alu und Kunststoff
  • Sonnenschutz und Verschattungslösungen
  • Praktischer Insektenschutz

 

  • DINZLER Cappuccinobar
    mit hausgemachten Kuchenspezialitäten
  • Kinderhüpfburg
  • Fachgespräche mit Experten
  • Erfahrungsaustausch mit Bauherren

Sonnenschutz – Raffstoren als Alleskönner

Geschrieben von Norbert Paulus am in Allgemein

Norbert Paulus

In diesem Blog möchte ich Ihnen heute den Raffstore als Alleskönner vorstellen. Vom Sonnenschutz über den Blendschutz bis zur Tageslichttechnik

Auch im Zeitalter von Smart Home, schaltbaren Gläsern oder der Renaissance von ZIP-Anlagen bilden die Raffstoren immer noch die Speerspitze beim Sonnenschutz. Mit ihrer robusten und bewährten Bauweise und den vielseitigen Anwendungen bei Sonnen- und Blendschutz werden sie auch zukünftig eingesetzt.

Die Typenvielfalt der Raffstoren ist beispiellos, egal welches Detail man auch betrachtet. Von der klassischen, flexiblen Flachlamelle über die randgebördelte Ausführung mit oder ohne Dichtlippe und je nach Hersteller unterschiedlicher Geometrien, setzt sich die Spielwiese der Techniker bei unterschiedlichsten Lamellenbreiten von 60 bis weit über 100 mm fort. Unterschiedliche Seitenführungen und Stanzungen in den Lamellen sind da neben vielen anderen Details ein weiterer Multiplikator, wenn es darum geht zu ermitteln, wie viel unterschiedliche Typen an Raffstoren es überhaupt gibt.
Kurzum, es wird für fast jeden Einsatzzweck irgendeine Variante eines Herstellers geben, mit der man eine bauliche Anforderung oder einen Kundenwunsch lösen kann. Kein anderes Produkt wird weltweit dabei so oft eingesetzt wie eine Raffstore oder eine Außenjalousie, wenn es darum geht vor der Sonne zu schützen und gleichzeitig einen guten Blick ins Grüne zu behalten.

 

Foto-Quelle: ROMA

Die Lichtregulierung als Joker

Eine wesentliche Trumpfkarte bedeutet beim Produkt Raffstore die mögliche Lichtlenkung, die für jede Himmelsrichtung oder Gebäudehöhe individuell gestaltet werden kann. Da zu große Helligkeitskontraste die Augen zu einer ständigen Anpassung der Lichtverhältnisse zwingen, führe diese schnell zu rascher Ermüdung, aufkommender Nervosität und Konzentrationsschwäche. Das betrifft besonders die Nutzung von Sonnenschutz in Bürogebäuden, bei der die Mitarbeiter so häufig von Ihrer Arbeit abgelenkt werden. Um selbst bei ständig wechselnden Lichtwerten, wie z.B. durch vorbeiziehende Wolken vor der Sonne im Innenraumbereich, möglichst stabile Lichtverhältnisse zu schaffen, eignen sich besonders die Raffstoren, da sie auf einfache Art und Weise durch das Einstellen des Lamellenwinkels den Lichteinfall ins Gebäude regulieren können. Mit der Zusatzfunktion Tageslicht kann zudem im oberen Bereich der Lamellen gezielt das Licht in den Raum gelenkt werden, während am Schreibtisch vor dem Fenster optimaler Sonnenschutz besteht. Der Tageslichteinfall kann durch die Lamellenform, die Lamellenfarbe und je nach dem Reflexionsgrad des eingesetzten Lamellenmaterials an die gewünschte örtliche Situation angepasst werden.

Mehrwerte sind Trumpf

Mit der Renaissance der ZIP-Systeme hat die Raffstore-Industrie in den letzten Monaten neue Mehrwerte generiert, die zum allergrößten Teil Mehrwerte für die Nutzer bedeuten.
Mit der Optimierung der Antriebssituation werden verschiedene Modelle angeboten, bei den die Öffnungs- und Schließzeiten durch einen schnelleren Motorenlauf und/oder zusätzliche Neuentwicklungen im Oberkopfbereich deutlich verringert worden sind. Dem Anwender wird hier zudem ein deutlich schnellerer Zugang von oder zur Terrasse ermöglicht. Je nach Hersteller laufen die weiterentwickelten Systeme bis zu dreimal schneller.
Im Hochsommer kan man mehr oder weniger fast ungehindert auf die Terrasse oder zurück ins Haus gehen kann, ohne mehr als eine Minute warten zu müssen, bis der Raffstore komplett geöffnet ist. Auch im Bereich der Lichtregulierung wurden Weiterentwicklungen vorgestellt, mit denen die Lamellen noch feinfühliger der Sonne nachgeführt werden können.

Die eierlegende Wollmilchsau

Folgt man dieser Redewendung, dann gibt es im Bereich des Sonnenschutzes momentan nur ein Produkt, mit dem die meisten Vorteile erbracht, fast alle Bedürfnisse befriedigt und damit den meisten Ansprüchen genüge getan werden kann. Wie bei allen Sonnenschutzsystemen kann aber auch der Raffstore seine Vorteile nur dann vollständig ausspielen, wenn er mit einer automatischen Steuerung versehen wird. Schon mit einer  Wind- und Sonnenlichtsteuerung kann das Potential in Richtung Komfort deutlich verbessert werden. Gerade aber im Bereich der Energieeffizienz ist der Raffstore das  optimale Produkt, um im Zusammenspiel mit anderen Gewerken den Energieverbrauch zu senken und die thermische Behaglichkeit wie auch den visuellen Komfort im Gebäude deutlich zu verbessern.
So gesehen wird der Raffstore auch in den kommenden Jahren mit Sicherheit das am meisten benutzte System am Markt sein, wenn es darum geht einen gut funktionierenden Sonnenschutz zum Einsatz zu bringen.

Quelle: Glaswelt 02.2015, Olav Vögele

 

 

 

 

Foto-Quelle: ROMA

 

 

 

 

 

 

Foto-Quelle: ROMA

Wintergarten Behagliches Raumklima

Geschrieben von Norbert Paulus am in Wintergarten FAQ´s

Norbert Paulus

In dem folgendem Blog möchte ich über einen unserer neu gebauten Steinbach-Wintergärten berichten und Ihnen die Vorzüge von modernen Sonnenschutz- und Lüftungssystemen näher bringen .

Sommerlicher Wärmeschutz im Wohnwintergarten

In Glasanbauten wirken sich Sonnenwärme und Sonnenlicht besonders stark auf Raumklima und- atmosphäre aus. Wir zeigen an folgendem Objekt , wie der Planer sie günstig beeinflussen kann: durch die Ausstattung mit Lüftungs- und Sonnenschutzsystemen, aber auch durch die Konstruktion selbst.

Den Anstoß zum Bau eines Wohn-Wintergartens mit Blick in die Natur, ergab sich durch einen Kelleranbau. Der Hausherr plante im Hang unterhalb des Wohnhauses einen zusätzlichen Raum für seine Tüftler-Werkstatt. So würde an der Hangkante direkt vor der Westfassade eine Plattform entstehen. Die Hausherrin wünschte sich deshalb auf diesem Platz einen verglasten Anbau, in dem sie den weiten Ausblick von einem sonnigen und windgeschützten Sitzplatz aus in aller Ruhe genießen kann. Denn die bestehende angrenzende Nordwestterrasse war wegen der exponierten Lage eher zugig.

 

Konstruktion mit vielen Details

Mit dem Architektenentwurf kam das Bauherrenpaar zu uns. Auf der Basis von rund 30m² sollte eine Pultdachkonstruktion in Holz-Aluminium (Profillinie Modena) entstehen, die unter dem Balkon im Dachgeschoss an die Giebelfassade angrenzt; das sehr flach geneigte Dach sollte bündig mit der vorderen Kante der Balkonplatte sein.
Daraufhin wurde eine Grundfläche von ca. 4,90m Tiefe und 5,60m Breite konzipiert. Dabei galt es zu berücksichtigen: Bei der Plattform, also der zukünftigen Kellerdecke, handelt es sich um ein rechtwinkliges Trapez mit diagonaler Westseite. Die breite Glasfassade sollte jedoch parallel zum Giebel errichtet werden,damit eine in sich verzogene Wintergartenkonstruktion vermieden wird. Daher ist die Glasfassade nicht deckungsgleich mit der Kellerfassade, weshalb der Statiker zusätzliche Bewehrungen in der Kellerdecke einplanen musste. Als Sockel für das Rahmentragwerk plante der Fachmann eine Aufkantung von 10cm Höhe, sodass eine kleine Wanne entstand. Diese Aufkantung wurde wie die als Bodenplatte genutzte Kellerdecke vom Dachdecker wärmgedämmt und abgeklebt.
Bzgl. der Konzeption des Daches rieten wir von einem Firstanschluss an die Balkonplatte auf nur etwa 2,40m Höhe, ab. Stattdessen empfahlen wir ein steileres Dach mit dem Firstanschluss auf Höhe des Handlaufs des Balkongeländers und damit bei etwa 3,60m. Dies hat mehrere positive Effekte, auch auf die sommerliche Klimaregulierung. Der höhere Luftraum trägt zum ausgeglicheneren Raumklima bei: Zum einen heizt sich das größere Luftvolumen langsamer auf und überschüssige Wäre sammelt sich über den Köpfen der Bewohner. Zudem “drückt” die steilere und höhere Dachfläche optisch nicht – der Innenraum wirkt luftiger.

 

 

Wintergarten Holz-Alu (3)

 

2013 Steinbach_Objekt Keiner 140 Kopie

 

Wintergarten Holz-Alu (7)

 

2013 Steinbach_Objekt Keiner 161 Kopie
Wintergarten Holz-Alu (4)
Wintergarten Holz-Alu (13)
Wintergarten Holz-Alu (8)

Ohne Lüftung keine wirksame Beschattung

Die Höhe des Wintergartens bietet zudem die Chance für eine effektive und geräuschlose Lüftung. Dazu wurde das Balkongeländer durch ein Oberlich ersetzt und fügte zwei Abluftfenster ein. Dank natürlicher Konvektion entweicht die Wärme zuverlässig nach oben. Und dies erst recht, da der Fachmann auch mit zwei Flügeln im Sockelbereich für einen großen Höhenunterschied zwischen den Öffnungen für kühlere Zuluft und warme Abluft sorgt, was einen wirkungsvollen thermischen Auftrieb ermöglicht. Die Bauherren ließen sich von diesem Argument und der geänderten Gestaltung überzeugen.
Die Grundlüftung muss auch immer unabhängig von den Türen geplant werden, damit sie zu jeder Zeit aktiv sein kann, selbst bei Abwesenheit der Bewohner. Deshalb sind unsere Lüftungsflügel zudem mit aufgeschraubten Kippmotoren ausgestattet und werden über die Wintergartensteuerung automatisch bedient. Von der Querlüftung über die beiden barrierefreien Schiebetüren an der Süd- und Nordseite können die Bewohner aber zusätzlich und zügig profitieren, wenn sie zu Hause sind. Damit ihnen außerdem nicht lästige Insekten das Lüften vermiesen, wurden die Zuluftklappen mit Insektenschutz-Gaze im Festrahmen und die Türen mit flexiblen Plisseeanlagen geschützt.

Für den Hauptbestandteil des Wintergartens wurde ein Zweifach-Wärmedämmglas mit “Warmer-Kante” (Ug-Wert 1,1 W/m²K) und Selbstreinigungsunterstützung im Dach verbaut. Im Giebel kam ein neutrales Sonnenschutzglas und im Oberlich ein VSG-Ornamentglas Mastercarrè zum Einsatz.

Behagliches Klima dank Sonnenschutz

Als Schutz gegen die Blendwirkung, vor allem aber die direkte Sonneneinstrahlung, empfahl der Wintergartenprofi schließlich außenliegende Beschattung vor südlichen und westlichen Glasflächen. Gerade die intensive Sonneneinwirkung und damit Überhitzung verhindern Systeme, die die Strahlung ganz von den Gläsern abhalten. Sie erhitzen sich auch erst gar nicht und strahlen keine zusätzliche Wärme in den Raum ab. Für die breite Dachschräge wurde eine große, einteilige Wintergartenmarkise gewählt, die mit dem Gegenzugprinzip arbeitet. Ist das Markisentuch aus Acrylstoff eingefahren, wird die Dachfläche nicht durch unnötig viele Führungsschienen optisch “belastet”. Vor der Süd- und Westfassade kamen dagegen jeweils zwei Raffstorenanlagen zum Einsatz. Mit Flachlamellen und ausschließlich Seilführungen wurde eine möglichst filigrane Ausführung gewählt. Selbst in Abschirmstellung ist hier eine Durchsicht möglich.
Die Südseite hätte auch einschließlich der asymetrischen Gläser durch edle Raffstoren beschattet werden können, deren Befestigung sowie die eingefahrenen Lamellenpakete verdecken wir elegant mit dem von Steinbach Wintergärten eigenentwickelten Ortgangprofil. Doch die Bauherren entschieden sich für die kostengünstigere Variante aus neutralem Sonnenschutzglas. So sind die Rechteck-Raffstoren auf Traufhöhe befestigt. Dazu hat Steinbach ebenfalls ein spezielles Rinnensystem entwickelt, welches Wasserablauf und Verblendung formschön verbindet. Dass der Spezialist auch auf eine gute Optik im Detail Wert legt, zeigt zudem das Konzept der Regenrohre: Der Symmetrie wegen führt auch an der Südwestecke ein Fallrohr nach unten, obwohl nur jenes an der Nordwestecke aktiv ist. Über ein Verbindungsstück wurde dieses bauseits anschließend mit dem Entwässerungssystem des Pavillons und des Kelleranbaus verbunden.

Alles läßt sich automatisch steuern

Die automatische Regulierung der Lüftung und Beschattung sowie der Fußbodenheizung erfolgt über eine Wintergartensteuerung mit acht Kanälen. Dazu liefert die Wetterstation an der Südwestecke ihre Daten an die Zentrale micht Echtglas-Display und Touchscreen. Diese wurde integriert in das von Steinbach als “Energiesäule” bezeichnete Vorwandmodul, in welchem alle Elektroinstallationen gebündelt werden, so auch Dimmer für die LEDs im Dach.

Autorin: Anke Samhammer-Habrich
Freie Fachjournalistin, spezialisiert auf Glas- und
Solararchitektur sowie Autorin des Wintergarten-
Ratgebers des Wintergarten Fachverbands in Rosenheim

Bau- und Immobilien Messe 2015

Geschrieben von Norbert Paulus am in Veranstaltungen

Norbert Paulus

Wir laden Sie herzlich zur Bau- und Immobilien Messe in Tutzing am Starnberger See ein und geben Ihnen einen Überblick über die Messe .

Neuer Standort!

Mit der Bau- und Immobilien Messe am Starnberger See in Tutzing gehen einige Veränderungen einher. Mit dem neuen Standort für den Landkreis Stranberg und Umgebung haben die Organisatoren auch auf die neuen Trends unserer Zeit reagiert. Neben den klassischen Themen der Umweltmesse Energie, Bauen und Wohnen, wird sich auch dem Immobilienbereich angenommen.
Wir, die Firma Paulus, sind mit unserem Wintergarten- Terrassenüberdachungs- und Glashaus-Angebot vor Ort und freuen uns Sie an unserem Stand begrüßen zu dürfen.

Besuchen Sie uns auf der Bau- und Immobilienmesse 2015 in Tutzing Standnummern 52 und 54

Samstag:        28. Februar 2015 von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Sonntag:         01. März 2015 von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Ort:                Dreifachsporthalle, Bernrieder Straße 1, 82327 Tutzing

Abgerundet wird das große Angebot der Messe durch verschiedenste Vorträge.

Wir verschenken 100 Eintrittskarten im Wert von je 3,- €
Mit unten stehendem Formular können Sie die kostenlosen Eintrittskarten anfordern.
Schnell sein lohnt sich!

Themen auf der Bau- und Immobilien Messe 2015
Ausstellungsthema Baubereich

  • Heiz- und Haustechnik
  • Renovieren und Sanieren
  • Ausbauen, Einrichten und Gestalten
  • Neubau
  • Garten und Heimwerker
  • umweltgerechte Mobilität sowie schonender Umgang mit Ressourcen

Ausstellungsthema Immobilienbereich

  • Anbieter und Angebote
  • Dienstleistung, Beratung und Versicherung
  • Finanzierung und Investment
  • Neubau, Planung und zukunftsträchtige Standards
  • Senioren, Musterprojekte und Gewerbe

Freikarten für Bau und Immobilien Messe 2015 in Tutzing

Fordern Sie kostenlos und unverbindlich Freikarten für die Bau und Immobilien Messe 2015 vom 28.2. - 1.3 2015 in Tutzing, an
  • Bitte E-Mail Adresse sorgfältig überprüfen !

Förderungen und Zuschüsse für den Fensteraustausch

Geschrieben von Norbert Paulus am in Fenster FAQ´s

Norbert Paulus

Förderungen und Zuschüsse für den Fensteraustausch von Bund, Länder, Städte und Gemeinden? In diesem Blog-Beitrag möchte ich Ihnen eine Überblick verschaffen, wie Sie das passende Förderprogramm finden.

Förderungen und Zuschüsse für Wärmedämm- und Schallschutzfenster

Mit über 350 Förderungen unterstützen Bund, Länder, Städte und Gemeinden die Sanierer bei der Entscheidung für energieeffiziente Wärmeschutzfenster. Die webbasierte Fördermitteldatenbank foerderdata zeigt welche Programme es gibt.

Mit einem Zuschuss oder einem zinsgünstigen Förderkredit kann bereits beim Kauf und Einbau neuer Fenster gespart werden. Ein automatischer Förder-Anspruch besteht für Sanierer nicht. Kennt der Bauherr jedoch die passenden Förderprogramme und hält die notwendigen Effizienzanforderungen und Formalitäten ein, kann er finanziell profitieren.
Alle Fenster-Programme und weitere Förderungen zum Bauen und Modernisieren werden in der Fördermitteldatenbank foerderdata erfasst und regelmäßig aktualisiert und sind für Bauherren und auch Handwerker eine umfassende Informationsquelle in Sachen Fensterförderung.

Bauherren und Eigentümer informieren sich bei www.foerderdata.de kostenlos über alle Fördermöglichkeiten.

Quelle: www.foerderdata.de

Förderungen der KfW auch für Nebenarbeiten möglich

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) fördert beispielsweise Wärmeschutzfenster bei einer Modernisierung mit Uw-Werten ab 0,95 W m²/K im Programm „Energieeffizient Sanieren“ mit einem Zuschuss von 10% der Kosten. Zu den förderfähigen Kosten zählt dabei nicht nur das Fenster an sich, auch alle dazu notwendigen Nebenarbeiten werden beim Zuschuss anteilig angerechnet. Alternativ kann auch die Kreditvariante des Programms zur zinsgünstigen Finanzierung zu derzeit 1,0% mit 10-jähriger Zinsbindung genutzt werden. Während der Zuschuss direkt bei der KfW beantragt wird, läuft die Kreditförderung über eine Hausbank.
Die Mehrzahl, mit ca. 350 der Fensterprogramme, stellen regional Fördergeber. Zu 97% in Form von Zuschüssen, die mitunter zusätzlich zum KfW-Zuschuss genutzt werden können.
Besonders im Süden und Südwesten Deutschlands stehen die Chancen auf einen zusätzlichen Zuschuss gut. In Bayern stehen über 140 Fördermöglichkeiten bereit, in Baden-Württemberg ebenfalls über 110 Fenster-Förderungen. Auch in Mittel- und Westdeutschland stellt Hessen über 70 Fenster-Förderungen, für Haus-Eigentümer in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen werden in Summe rund 50 Förderungen angeboten. Je nach Programm beteiligen sich Kommunen meist prozentual anteilig an den Kosten oder legen ein Zuschuss je m² erneuerter Fensterflächen fest.

Quelle: Glaswelt 05.2014, www.foerderdata.de

Gerne berate ich Sie zur Modernisierung und helfe Ihnen bei der Auswahl der richtigen Fenster. Vereinbaren Sie noch heute eine persönliche Beratungstermin in unserer über 300 qm großen Ausstellung in Sachsenkam. In gemütlicher und entspannter Atmosphäre erhalten Sie eine fachlich kompetente und persönliche Chefberatung.

Hier Beratungstermin vereinbaren

Verglasung 3-fach oder 2-fach Verglasung? Was paßt wann?

Geschrieben von Norbert Paulus am in Fenster FAQ´s

Norbert Paulus

Mit diesem Blog möchte ich Ihnen heute bei der Entscheidung helfen, welche Verglasung, speziell in Ihrem Fall, die beste Wahl ist.

In der heutigen Zeit ist die 3-fach Verglasung Standard. Es macht aber nicht unbedingt immer Sinn, sich für diese Verglasung zu entscheiden.
Im Neubau-Bereich sind die Wände besser isoliert als bei älteren Gebäuden, es bestehen meistens Lüftungsanlagen, die die Raumluft-Feuchtigkeit regeln – daher stellt sich hier die Frage nicht.
Um die Fensterfläche nicht zum Bestgedämmten Element zu machen und Sie sich für eine 3-fach Verglasung bei einem bestehendem Gebäude entscheiden, sollten auch Maßnahmen,die Mauerdämmung betreffend, ins Auge gefaßt werden. Da anderenfalls an den Anschlussstellen unliebsamer Schimmel entstehen kann. Weiters müssen die Bewohner ihr Lüftungsverhalten deutlich ändern. Durch die Undichtigkeit der alten Fenster und die daraus resultierende Zugluft ermöglichte den Austausch der Feuchtigkeit aus der Raumluft. Was aber wiederrrum einen enormen Energie und Wärmeverlust verursachte. Das ist mit den neuen Fenstern und der 3-fach Verglasung nicht mehr der Fall – das heißt  häufiges Stosslüften ist unbedingt erforderlich, damit dieser Austausch der Raumluft stattfinden kann.

Wußten Sie? Durch waschen, kochen, Zimmerpflanzen, duschen, schwitzen und atmen, wird in einem 4 Personen-Haushalt ca. 8 – 15 Liter Wasserdampf pro Tag an die Raumluft abgegeben!

Wird also nach einen Fenstertausch das Lüftungsverhalten nicht angepaßt, ist die Gefahr groß, dass sich unter Umständen Schimmel bildet, da ja der Luftaustausch nicht mehr von den Fenstern übernommen wird.

2-fach Verglasung (Ug-Wert bis 1,0)

In diesem Element sind 2 Scheiben verbaut. Zwischen den beiden Scheiben ist ein Luft-Zwischenraum, der mit Argon-Gas (Edelgas) gefüllt ist. Vor ein paar Jahren hat man hier getrocknete Luft verwenden. Argon Gas ist jedoch wärmedämmender und leichter.

 

3- Fach Verglasung (Ug-Wert 0,8 – 0,5 – je geringer, desto besser)

In diesem Element sind 3 Scheiben verbaut. Zwischen den drei Scheiben befindet sich je ein Luft-Zwischenraum, die ebenfalls mit Edelgas gefüllt sind. Durch den einen zusätzlichen Luft-Zwischenraum und der Bedampfung einer weiteren Scheibe, erreicht das Fenster einen besseren Uw-Wert.

2-fach Verglasung

3-fach Verglasung

Fazit:
Beim Verbau einer 3-fach Verglasung sind bis zu 40% Energiekosten-Einsparung gegenüber einer 2-fach Verglasung möglich. Jedoch sollten Sie unbedingt vor der Ausführung abklären, wie die Beschaffenheit der Mauer ist, um ein möglichst effizientes Ergebnis zu erzielen.
Ist der  Dämmwert der Hausmauer ähnlich der 3-fach Verglasung, ist es anzuraten, eine 3-fach Verglasung zu verbauen.
Ist der Dämmwert der Hausmauer aber wesentlich schlechter als der einer 3-fach Verglasung, wäre hier eine 2-fach Verglasung empfehlenswerter.
Mit Hilfe des folgenden Links, können auch Sie, schnell und einfach, den Wärmedämmwert Ihrer Hausmauer ermitteln. U-Wert.net

Glasbruch bei ISO: Thermische Spannungen als Ursache

Geschrieben von Norbert Paulus am in Fenster FAQ´s

Norbert Paulus

In diesem Blog möchte ich Sie über Glasbruch bei ISO informieren. Die Ursachen und wie sie Glasbruch bei ISO vermeiden.

 

Hohe Temperaturunterschiede im Glas führen häufig zum Glasbruch und Bruch der Scheibe. Hierfür gibt es unterschiedliche Ursachen. Die Experten  des Schweizerischen Instituts für Glas am Bau erläutern nachfolgend, was einen thermischen Glasbruch auslösen kann und stellen die SIGAB-Richtlinie 103: „Thermische Beanspruchung von Glas“ vor.
Immer wieder brechen Glasscheiben, scheinbar ohne ersichtlichen Grund. Häufig werden dann Fensterbauer oder Glaser dafür verantwortlich gemacht und sollen den Schaden ersetzen. Dabei sind thermische Belastungen, die sich durch Temperaturunterschiede im Glas ergeben können, die Ursache.

Wie entsteht ein thermischer Glasbruch? So ein Glasbruch kann beispielsweise durch eine dunkle Möblierung (Sofa) ausgelöst werden, die zu nahe am Isolierglas steht. Weiter werden Temperaturunterschiede im Glas unter anderem durch Teilbeschattung, lokale Erwärmung, aufgeklebte Folien oder durch zu große Scheibeneinstände im Rahmen hervorgerufen.

Physikalische Grundlagen

Im Vergleich zu anderen Baumaterialien (z. B. Metallen) ist Glas ein schlechter Wärmeleiter. Eine Glasscheibe kann sich z. B. durch Sonneneinstrahlung, Wärmestrahler u.a. örtlich aufheizen, ohne dass die Wärme abgeführt oder gleichmäßig verteilt wird. Die erwärmten Stellen im Glas dehnen sich in der Folge aus, während die kalten Bereiche ihre Struktur beibehalten. Die verschiedenen Ausdehnungen führen dann zu örtlichen Zugspannungen, die ab einer bestimmten Größe oder im Zusammenspiel mit einer weiteren Einwirkung einen Glasbruch zur Folge haben können.

Ein typisches Beispiel sind Temperaturdifferenzen, die bei starker Sonneneinstrahlung entstehen: Die Sonne bescheint und erwärmt den mittleren Teil der Glasfläche, der Scheibenrand oder die beschatteten Flächen bleiben kalt.

Der Glastyp ist entscheidend

Je nach Zusammensetzung oder der Beschichtung des Glases erwärmt sich dieses stärker oder schwächer. Eingefärbtes Glas hat eine höhere Energieabsorption als normales Floatglas, eisenarmes Weißglas eine tiefere. Beschichtungen mit höheren Energieabsorptionen erhöhen das Risiko eines Glasbruch, dasselbe gilt für das Bekleben der Scheiben mit Folien.

Wie robust sich Glas bei Temperaturdifferenzen verhält, wird umgangssprachlich mit „Temperaturwechselbeständigkeit“ ausgedrückt – Beständigkeit gegen Temperaturunterschiede und plötzliche Temperaturwechsel. Sie gibt an, wie hoch Temperaturdifferenzen innerhalb der Scheibenfläche ungefähr sein dürfen, ohne dass die entstehenden Spannungen eine kritische Grenze überschreiten und zu einem Glasbruch führen.

Dieser thermische Glasbruch wurde – wie deutlich zu sehen – durch eine Teilbeschattung der Scheibe ausgelöst. Bild: SIGAB


Die Temperaturwechselbeständigkeit ist etwa bei Einscheibensicherheitsglas (ESG) dank seiner inneren Vorspannung fünfmal höher als bei normalem Floatglas. Dabei spielt zudem die Lage bzw. Distanz der vorhandenen Temperaturextreme in der Scheibenfläche sowie die Qualität der Glaskanten eine maßgebende Rolle .

Auch auf die Planung kommt es an

Vorstehende Gebäudeteile, äußere Beschattungseinrichtungen oder andere Körper auf der Außenseite der Fassade können eine Teilbeschattung auf den Gläsern hervorrufen . Dadurch erwärmen sich Teilbereiche des Glases schneller, während beschattete Bereiche kalt bleiben.

Heizkörper oder Auslässe von Kühlgeräten in unmittelbarer Nähe von Verglasungen können ebenfalls zu lokal erhöhten Glastemperaturen führen. Es muss ein ausreichender Abstand zwischen Wärmequelle und Glas eingeplant und für eine gute Ablüftung des Zwischenraums gesorgt werden.

Quelle:GLASWELT-Newsletter: 7b-2014
Autoren und Bilder : Reto Meili und Markus Läubli, SIGAB

 

Zu hohe punktuelle thermische Belastungen sind häufig Auslöser für Glasbruch: Der Grill im Hintergrund stand vor dem Bruch direkt vor der Isolierglasscheibe. Bild: SIGAB

 

 

Tauwasser und Schimmelpilz vermeiden

Geschrieben von Norbert Paulus am in Fenster FAQ´s

Norbert Paulus

In diesem Blog möchte ich Ihnen das Thema Tauwasser und Schimmelpilz vermeiden näher erläutern und ihnen wichtige Hinweise dazu aufzeigen.

Wer oder was ist Schuld, wenn es nass wird am Fenster?

DIN4108-2: 2013-02
“Die Tauwasserbildung ist vorübergehend und in kleinen Mengen an Fenstern und Pfosten-Riegel-Konstruktionen zulässig, falls die Oberfläche die Feuchtigkeit nicht absorbiert und entsprechende Vorkehrungen zur Vermeidung eines Kontaktes mit angrenzenden empfindlichen Materialien getroffen werden.”

Erfahrungen aus dem Sachverständigenzentrum und von der telefonischen Hotline des ift Rosenheim zeigen, dass Tauwasser an Fenster und Verglasungen immer noch häufig von den Nutzern beanstandet wird.
Noch kritischer wird die Situation, wenn sich als weitere Folge Schimmel auf den Fensteroberflächen oder an den Fensterlaibungen  bildet.
Dabei kommen stets mehrere Ursachen und Verantwortlichkeiten infrage; eine Beurteilung ist jeweils nur für den Einzelfall gültig. Die gesetzlichen und normativen Vorgaben zur Bewertung der Tauwasser- und Schimmelbildung sind nicht eindeutig, teilweise vielseitig auslegbar.
Die Positionen der Betroffenen sind oft festgefahren: Die Bauschaffenden sehen in den meisten Fällen das Heiz, -Lüftungs- und Wohnverhalten der Bewohner bzw. Nutzer als Hauptgrund für die Beanstandungen.
Die Nutzer bestehen darauf, dass sie alles richtig gemacht haben. Die Aufgabenstellung der Gerichte und damit der Sachverständigen besteht dann darin, die Schadensursache zuzuordnen.
Jede Reklamation könnte zu einem Rechtsstreit führen und kostet die Streitenden Zeit und Nerven. Nachfolgend soll auf die bekannten Schadensursachen und die jeweils Verantwortlichen eingegangen werden.

Physikalische Grundlagen

Die Tauwasserbildung an Bauteiloberflächen wird wesentlich beeinflusst:

– vom absoluten Wassergehalt der Raumluft (Wasserdampfpartialdruck)

und

– von der Oberflächentemperatur des Bauteils.

Sobald die Oberflächentemperatur die Taupunkttemperatur der Raumluft erreicht/unterschreitet, bildet sich Tauwasser.
Beide Kenngrößen schwanken stark: Der absolute Wassergehalt in der Raumluft schwankt über den Tag je nach freigesetzter (Feuchtquelle z.B. Kochen) und abgeführter Feuchte (Feuchte senken z.B. Lüften).
Die Oberflächentemperaturen hängen von der Außenlufttemperatur, dem konvektiven Wärmeübergang und dem Wärmedämmstandard ab. Zudem variieren die Oberflächentemperaturen zeitlich und räumlich.

Die Schimmelpilzbildung findet statt, sobald sich neben einer ausreichenden Feuchtigkeit auch ein ausreichendes  Nährstoffangebot einstellt. Seit einigen Jahren ist bekannt, dass Schimmelpilze kein tropfenförmiges als Wachstumsvoraussetzung benötigen, sondern bereits ab einer relativen Luftfeuchte von 80% wachsen können. Ein Nährstoffangebot kann in Form von organischen Materialien, beispielsweise einer “Raufasertapete” oder einer dünnen Staubschicht, gebildet werden. Da Schimmelpilzbildung in den meisten Fällen die Folgeerscheinung  aus langfristiger Tauwasserbildung ist, wird im Folgenden jeweils nur von Tauwasserbildung gesprochen.
Achtung – Gefahr. In den letzten Jahren sind aus Gutachten und Beratungsfällen mehrere Ursachen besonders häufig aufgefallen, die nachfolgend beschrieben werden.

Was wird konstruktiv falsch gemacht?

Bei folgenden Punkten lässt sich die Verantwortung schwerpunktmäßig bei der Planung/Bauausführung/Fensterkonstruktion und-montage ansiedeln:

Einbaulage der Fenster in der Außenwand

In monolithischen Außenwänden (nur ein Wandbaustoff, z.B. Ziegelwand) sollten die Fenster jeweils im mittleren Drittel der Wand eingesetzt werden. In Wandaufbauten mit Dämmschicht sollten die Fenster möglichst in der Lage der Dämmebene eingesetzt sein. Die Abweichung von dieser optimalen Lage zur Außenseite begünstigt die Tauwasser- und Schimmelbildung.
Hinweis: Normativ ist in DIN 4108-2 geregelt, dass für die Fensterlaibungen der sogenannte “Temperaturfaktor fRSI” nachzuweisen ist. Lediglich für Einbausituationen nach DIN 4108 Beiblatt 2 kann dabei abgesehen werden.

Fehlender Sichtschutz auf der Außenseite

In dicht besiedelten Gebieten und Städten ist der Einsatz von außenliegenden Sichtschutz-Einrichtungen (Rollläden, Raffstores, Fensterläden) sinnvoll. Diese stellen neben dem Sichtschutz oft auch gleichzeitig einen temporären Wärmeschutzüber die Nachtzeit dar. Fehlen diese Einrichtungen, wir der Nutzer gezwungenermaßen blickdichte Vorhänge auf der Raumseite installieren, um seine Privatsphäre zu schützen. Innenseitig vor dem Fenster angeordnete Behänge fördern die Tauwasserbildung auf den Fensteroberflächen massiv.

 

 Art der Raumbeheizung

In Neubauten erfolgt die Wärmezufuhr überwiegend über eine Fußbodenheizung. Die Vorteile dieser Systeme liegen in einer gleichmäßigen Temperaturschichtung und geringer Vorlauftemperaturen des Heizsystems.
Die Tauwasserbildung an den Fenstern und Fassaden wird durch die Art der Wärmeverteilung jedoch begünstigt, da keine nennenswerte Warmluftkonvektion erzeugt wird (wie noch früher bei Heizkörpern üblich). Der Nutzer ist dringend darauf hinzuweisen, dass die Möblierung und evtl. Teppichböden die Wärmeverteilung in den kritischen Bereichen vor den Fenstern nicht übermäßig stören dürfen.
Weiterhin sollten auf eine “Randzonenverstärkung” der Heizschleifen vor bodentiefen Fenstern, insbesondere bei Erker- oder Glaseckkonstruktionen, geachtet werden.

Wann ist der Nutzer selbst das Problem?

Tauwasserbildung am Fenster wird leider in vielen Fällen durch das Nutzungsverhalten der Bewohner verursacht. Folgende Ursachen sind hierfür zu nennen:

Konvektiver Wärmeübergang

Die Wärme muss über Strahlung oder Konvektion an die Bauteiloberflächen gelangen können. Da Fenster üblicherweise im Vergleich zu den Außenwänden geringe “Dämmwirkung” aufweisen, ist dort besonders auf einen ungestörten Wärmeübergang zu achten. Bodentiefe blickdichte Vorhänge, breite Innenfensterbänke mit üppiger Blumenpracht, Kommoden, Sofas und Küchenaufbauten vor bodentiefen Fensterelementen sind deshalb häufig die Ursache für intensive Tauwasserbildung

Indirektes Heizen (“Temperatur- und Feuchteüberschlag”)

Schlafräume, Vorratskammern und wenig genutzte Räume werden von den Bewohnern oft wenig oder nicht beheizt. Sobald die Raumluft aus den normal beheizten und genutzten Räumen eindringen kann – oder bewusst dort hingeleitet wird – kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Tauwasser.

Erhöhtes Feuchteaufkommen
(Nutzerverhalten)

In vielen Fällen war die Tauwasserbildung auf eine ungewöhnlich hohe Luftfeuchte zurückzuführen. Folgende Ursachen wurden beobachtet:

-Trocknung von Wäsche in Wohnungen;
– hohe Anzahl von Topfpflanzen, große Aquarien etc.;
– übermäßige Belegung von Wohnungen;
– Aufstellen von Luftbefeuchtern/Wassertöpfen auf Holzöfen

Die von einigen Baubiologen propagierte Vorgabe zu einer relativen Raumluftfeuchte von bis zu 60% ist aus bautechnischer Sicht als deutlich zu hoch anzusehen.

Empfehlung zur Schadensvermeidung

Wird vor der Bauausführung festgestellt, dass einige der beschriebenen Punkte vorliegen, sollte auf die Gefährdung hingewiesen werden. Als aktive Möglichkeit zur Schadensvermeidung empfiehlt sich, dass die wärmetechnischen Optimierungspotenziale an den Fenstern genutzt werden. Der Einsatz von Wärmedämmgläsern mit thermisch verbessertem Randverbund ist dringend zu empfehlen. Sobald 3-Scheiben-Isoliergläser mit Warmer Kante (Randverbund) eingesetzt werden, ist das derzeit technisch machbare Optimum geleistet, um Tauwasser am Glasrand zu vermeiden (bei üblichen Rahmenkonstruktionen). Weiterhin sollte die raumseitige Dichtebene möglichst luftdicht abdichten und bei der Dichtungsanordnung das Prinzip “innen dichter als außen” beachtet werden, um Tauwasser- und Schimmelbildung im Falz zu vermeiden. Als weiterer Baustein zur aktiven Reduzierung der Tauwasserbildung ist auf die Einhaltung der DIN 1946-6 zu bestehen, da durch den Einsatz einer nutzerunabhängigen Lüftung die Raumluftfeuchte deutlich reduziert werden kann. Gleichwohl muss auch der Nutzer über den Zusammenhang informiert werden und die Maßnahmen aktiv begleiten.

Literatur und Quellen: (1) DIN 4108-2: 2013-02 Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden-Mindestanforderungen an den Wärmeschutz, Beuth Verlag GmbH, Berlin (2) DIN Fachbericht 4108-8:2010-09 Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Vermeidung von Schimmelwachstum in Wohngebäuden, Beuth Verlag GmbH, Berlin (3) DIN 1946-6: 2009-05 Raumlufttechnik – Teil 6: Lüftung von Wohnungen – Allgemeine Anforderungen, Anforderungen zur Bemessung, Ausführung und Kennzeichnung, Übergabe/Übernahme (Abnahme) in Instandhaltung, Beuth Verlag GmbH, Berlin
Quelle: Glaswelt 05.2014, Autor: Martin Heßler